Behindertenbeauftragte

  • Fachhochschule Stralsund
  • Veronika Packebusch
  • Haus 1, Raum 242
  • Zur Schwedenschanze 15
  • 18435 Stralsund

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Schwerbehindertenausweis

  • Schwerbehindertenausweis ist nötig, um als Behinderter folgende Leistungen in Anspruch nehmen zu können:
    • Steuerliche Erleichterungen
    • Vergünstigungen im Personen-, Nah- und Fernverkehr
    • Vergünstigungen beim Wohnen
    • Schutz des Schwerbehindertengesetzes
  • Der Schwerbehindertenausweis dient als Nachweis für die Schwere der bestehenden Behinderung
  • Als Ausweis für das Recht auf Inanspruchnahme bestimmter Nachteilsausgleiche
  • Schwere der Behinderung wird durch den Grad der Behinderung (10 - 100%), der auf dem Ausweis verzeichnet ist, bestimmt
  • Folgende Merkzeichen berechtigen zur Inanspruchnahme bestimmter Nachteilsausgleiche:
    • VB - Anspruch auf Versorgung nach den Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes
    • EB - Minderung der Erwerbsfähigkeit um wenigstens 50%, Entschädigung nach § 28 des Bundesentschädigungsgesetzes
    • aG - außergewöhnlich gehbehindert
    • G - erheblich gehbehindert
    • H - hilflos
    • B - Notwendigkeit ständiger Begleitung
    • Bl - blind
    • RF - befreit von der Rundfunkgebührenpflicht
    • 1.KL. - darf mit Fahrausweis 2. Klasse die 1. Klasse in Eisenbahnen benutzen
  • Antrag für einen Schwerbehindertenausweis beim zuständigen Versorgungsamt, amtlichen Antragsvordruck und ärztliche Bescheinigung über die Art der Behinderung, mit dem Arzt zuvor die Beantragung des Ausweises besprechen
  • Versorgungsamt setzt sich dann mit den behandelnden Ärzten in Verbindung und fordert ergänzende ärztliche Unterlagen und Gutachten an
  • Nach einigen Wochen einen Bescheid über die Einstufung der Behinderung sowie den Schwerbehindertenausweis
  • Gültigkeit des Ausweises ist in der Regel auf die Dauer von längstens fünf Jahren vom Monat der Ausstellung an befristet (bei Merkzeichen VB, EB oder "Kriegsbeschädigt" auf längstens 15 Jahren)
  • Bei schwerbehinderten Kindern unter 10 Jahren sind die Ausweise bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres befristet.
  • Schwerbehinderte im Alter von 10 bis 15 Jahren erhalten ihren Ausweis längstens bis zur Vollendung des 20. Lebensjahr befristet
  • Gültigkeitsdauer kann auf Antrag höchstens zweimal verlängert werden, dann muss wieder ein neuer Ausweis beantragt werden

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Stufen der Pflegebedürftigkeit

  • Für die Gewährung von Leistungen nach dem § 15 SGB XI sind pflegebedürftige Personen (§ 14) einer der folgenden drei Pflegestufen zuzuordnen:
    1. Pflegebedürftige der Pflegestufe I (erheblich Pflegebedürftige) sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
    2. Pflegebedürftige der Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftige) sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
    3. Pflegebedürftige der Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftige) sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
    Für die Gewährung von Leistungen nach § 43a SGB XI reicht die Feststellung, dass die Voraussetzungen der Pflegestufe I erfüllt sind.
  • Bei Kindern ist für die Zuordnung der zusätzliche Hilfebedarf gegenüber einem gesunden gleichaltrigen Kind maßgebend.
  • Der Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für die erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, muss wöchentlich im Tagesdurchschnitt
    1. in der Pflegestufe I mindestens 90 Minuten betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen,
    2. in der Pflegestufe II mindestens drei Stunden betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen,
    3. in der Pflegestufe III mindestens fünf Stunden betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen.

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Pflegegeld (Stand: 2010)

Leistungen der Pflegekasse:

 

Pflegestufe

Pflegesachleistungen

Pflegegeld

(Pflege durch Pflegedienst)

(wenn die Pflege zu Hause selbsttätig durch

Angehörige durchgeführt wird)

I

bis zu 440 €

225 €

II

bis zu 1.040 €

430 €

III

bis zu 1.510 €

685 €

in Härtefällen

bis zu 1.918 €

 

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Pflegezeit

Wird ein Angehöriger pflegebedürftig, kann man sich auch als berufstätige Person für eine bestimmte Zeit selbst um den betroffenen Angehörigen kümmern. Mit der Pflegereform wurde die so genannte Pflegezeit formuliert. Pflegezeit bedeutet, dass Arbeitnehmer einen Anspruch auf unbezahlte, sozialversicherte Freistellung von der Arbeit für die Dauer von bis zu sechs Monaten haben. Mehr Informationen finden Sie unter:

Bundesministerium für Gesundheit
ServiceCenter für Männer

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